Unser liebenswertes Familienunternehmen

Thomas ist seit 2013 nicht nur der wichtigste Teil im Leben von BIZ, sondern auch auch die „zweite“ Hälfte unseres Stammteams. Er wickelt, verpackt, verschickt, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte, obwohl er davor noch nie etwas mit so bunten Fäden oder Ähnlichem zu tun hatte. Allerdings hat er langjährige Erfahrung im Lagerbereich und hat ganz schnell ein tolles System mit unseren hunderten von Schubladen eingerichtet. Pakete hat er selbst auch schon für einen Kurierservice gefahren und kann daher viele Wege sehr gut nachvollziehen und falschgelaufene Sendungen schnell wieder auf den rechten Weg bringen. Unsere Kurse sind konzipiert von BIZ, die auch alle Materialien der Painters Threads Collection selbst färbt. Dabei handelt es sich bei der von ihr entwickelten Technik mehr um ein Bemalen als ein Färben. So sind alle Produkte absolute Unikate und verleihen jedem textilen Projekt das gewisse Etwas. Alle unsere Lehrgänge sind auf die Vielfalt der Materialien und die Farben aus der Kollektion abgestimmt und bieten euch das absolute Farbvergnügen. Habt Ihr Feuer gefangen und wollt immer noch mehr ausprobieren und dabei das Handwerk von der Pike auf Lernen? Dann seid Ihr hier bestens aufgehoben! In einem ganz individuellen Programm von Lehrgängen (lokal und als Fernlehrgang) bieten wir von Stickpackungen der besonderen Art über Einführungslehrgänge, Zertifikats-Kursen alles was eure wissbegierigen Hände schon immer gesucht haben. Profitiert dabei von der Kompetenz einer der besten SticklehrerInnen unserer Zeit. Falls Ihr unsere Materialvielfalt noch nicht kennt oder sie einfach mal wieder sehen möchtet: besucht unseren Online-Shop, der viele Informationen zum für was und wieso der Materialien bereit hält. Kurzfristige Terminvereinbarungen zum Besuch der Werkstatt und der Painters Threads Collection sind -fast- immer möglich. Bärbel und Thomas sind seid vielen Jahren ein Herz und eine Seele. Zusammen produzieren und versenden sie handgefärbte textile Materialien, die weltweit Freunde gefunden haben. Unsere Rohware für die schönen Materialien beziehen wir fast ausschliesslich aus Familienbetrieben rund um den Globus. Globalisierung hat auch schöne Seiten!

Was wir machen

House of Textile Arts
Heimat für handgefärbte textile Materialien
und das Handwerk Sticken

Wir Alle gestalten die Zukunft selbst

Für uns ist es wichtig, der Hektik des Alltags, den vielen Ängsten und Sorgen der Menschen etwas entgegenzusetzen. Unsere Seelen wieder etwas in die Ruhe bringen. Weg vom „wozu kann man das denn heute noch gebrauchen“ zum „es macht einfach Spass, mit meinen Händen zu arbeiten“. Arbeiten mit handgefärbten textilen Materialien ist Berührung mit unseren Wurzeln und Begegnung mit unserem innersten Selbst. Die einen malen oder töpfern –  wir sticken und spitzeln und weben und spinnen!

Lernen und Lehren

Wir stehen für die Erhaltung des Handwerks Sticken in seiner ganzen Pracht und Vielfalt! Bei uns gibt es -fast- nichts, das es nicht gibt. Wir möchten, dass Alle, die zu uns kommen, etwas mit nach Hause nehmen: das Wissen um das was sie mit Nadel und Faden und textilen Materialien gestalten können. Und dass Alle, die den Mut haben, uns und ihrer eigenen Kreativität zu vertrauen, dieses wunderschöne Handwerk mit etwas Übung beherrschen können.

Unterstützung

Service wird bei uns gross geschrieben, auch wenn wir telefonisch nicht immer gut zu erreichen sind. Es gibt kaum eine Frage aus dem Bereich Sticken und allem was noch so zum textilen Gestalten gehört, bei der wir passen müssen. Über unsere handgefärbten textilen Materialien wissen wir natürlich auch ganz gut Bescheid…
Wenn wir selbst die Antwort nicht kennen, leiten wir euch an entsprechende Fachleute weiter. Eure Bestellungen werden schnellstmöglich bearbeitet und Rückfragen fast immer unverzüglich beantwortet. Und auch, wenn mal etwas „aus der Reihe“ tanzt, sind wir jederzeit ein geduldiger Ansprechpartner.

Bärbel's Geschichte
Ver-rückt sein ist das Schönste im Leben!

Von einer die auszog, das Sticken zu lernen … und was daraus geworden ist
Geschichte-BIZ-ErsterSchultag

Seit ihrer Kindheit hat sich BIZ ganz intensiv mit allen Arten der Hand-Arbeit beschäftigt. Angeregt durch ein künstlerisches Elternhaus und eine engagierte Handarbeitslehrerin, wollte sie dies nach dem Abitur zu einem Beruf machen. Leider musste sie jedoch feststellen, dass in Deutschland die Möglichkeiten hierzu eher begrenzt waren und es nur wenige Alternativen gab: Paramenten- oder Industriestickerei. Oder die Kunsthochschule, bei der die Akzentuierung auf Design und nicht Technik liegt.

Vor allem das Sticken hat BIZ von Anfang an fasziniert, und sie war recht traurig, dass die ehemalige Kunst des Stickens heutzutage mehr oder weniger auf Kreuzstich oder Gobelinarbeiten reduziert ist und man nur schwer an Informationen über die hohe Kunst des Stickens herankommt. Später hat sie erfahren, dass der „Abstieg“ von der anerkannten Stick-Kunst zur weithin als profaner Wohnzimmer-Aktivität mit schlechtem Image verschrienen Hausfrauenbeschäftigung hauptsächlich bedingt war durch die gedruckten Vorlagen der Berliner Wollstickereien. Im Mittelalter war Deutschland noch eine blühende Hochburg der professionellen Stickerei – wie sich die Zeiten ändern.

BIZ hat dann in Mutters Stübchen weitergewerkelt und sich so viel Wissen wie möglich aus Büchern geholt. Dies hat sie in Praktika während ihres Studiums Sozialwesen in verschiedenen sozialen Einrichtungen eingesetzt und hierbei schon deutlich erkennen können, welche therapeutische Wirkung Handarbeit haben kann.
Nach dem Studium absolvierte BIZ noch eine Ausbildung an der Hotelrezeption, erwarb den Kauffraugehilfenbrief im Fach Spedition und arbeitete sehr lange in verschiedensten Bereichen des Bankwesens, der Logistik und Personalführung.
Doch plötzlich hat die „Fügung“ zugeschlagen. 5 Jahre hat man(n) gebraucht, BIZ zu einem Urlaub in England zu überreden…Hartnäckigkeit zahlt sich also manchmal doch aus….in diesem Fall absolut zu meinen Gunsten….In unzähligen alten Herrschaftshäusern im Südwesten des Landes wurde BIZ nach langer Zeit wieder einmal mit der Vielseitigkeit des Stickens konfrontiert.
Ein Besuch des “Montecute-House” in Kent, das eine laufende Ausstellung historischer und zeitgenössischer Stickereien und Spitzen unterhält und gerade eine Sonderausstellung mit alten Mustertüchern aus dem Schulunterricht vergangener Zeiten beherbergte, war der Beginn einer neuen Zeitrechnung…

Geschichte-BIZ-RSN

Jeder Liebhaber der feinen Nadel-Arbeit weiß, welches Schatzkästlein Großbritannien in diesem Bereich ist – doch diese Sammlung übertraf alles, was BIZ bis dahin untergekommen war. Und immer wieder tauchte der Name “Royal School of Needlework” auf. Nach vielen vergeblichen Fragen fand sie heraus, dass die Schule, sollte sie noch existieren, in London sein müsste. Bis heute bleibt es ein Rätsel, welches Teufelchen ihr ins Ohr geflüstert hat, „das ist dein Ding“ – doch es hatte recht!
Einige Zeit später reiste BIZ zu einem ersten Gespräch nach London – und kam mit leuchtenden Augen und der Aussicht auf ein Jahr Sticken, Sticken, Sticken und sparen, sparen, sparen zurück. Wie ein kleines Wunder erschien ihr, dass sie trotz ihrer fast 40 Jahre doch wieder einen Halbtagsjob fand und so die Kosten für die dienstäglichen Flüge nach England verdienen konnte. Für den Rest hatte sie entschieden, dass ihre Altersvorsorge und Sparverträge in dieser Schule besser aufgehoben wären als auf der Bank. Das Leben hat ihr recht gegeben!

Im September 1994 ging es los – nichtsahnend, auf was sie sich da wirklich eingelassen hatte. Eigentlich wollte BIZ „nur“ etwas für sich tun und sich aus dem Frust des immer wieder Arbeitsloswerdens herauskatapultieren. Einmal eine Weiterbildung machen, die „nur“ ihr etwas nutzt und sie daher auch nicht nachträglich verärgern konnte, wenn es doch wieder nicht mit dem besseren und dauerhaften Arbeitsplatz funktioniert hat… Was folgte war das bis dahin schönste, aufregendste und anstrengendste Jahr ihres Lebens. Flugangst bekommt eine ganz neue Bedeutung, wenn man nur durch einen wöchentlichen Flug nach London etwas tun kann, was einem so am Herzen liegt…. Einmal in der Woche in einem ehemaligen Palast Heinrichs des VIII. ganz in der Vergangenheit versinken und Techniken erlernen, von denen BIZ teilweise noch nie gehört hatte.
Alle Anstrengungen waren vergessen, wenn BIZ eine neue Arbeit betrachtete oder ein neues Werk plante. Sie arbeitete in ihrer Klasse gemeinsam mit einer Engländerin und einer Japanerin, in der Parallelklasse waren 4 Japanerinnen und eine Australierin. BIZ hat ihr Schulwissen über alle Grundtechniken der traditionellen Stickkunst vertieft und darauf aufbauend noch Weiterbildungswochen und Wochenenden an der RSN absolviert.

Es gibt so viel zu lernen, damals wie heute – jeden Tag aufs Neue!

Geschichte-BIZ-Abschluss

Im September 1995 hat BIZ ihr Diplom in einer feierlichen Zeremonie beim Londoner Auktionshaus Christies erhalten, ein würdiger Abschluss für eine so wertvolle Zeit.
Jane Lemon (leider 2015 verstorben), eine der bekanntesten englischen Stickkünstlerinnen, hat BIZ in einem wunderbaren Gespräch einmal gesagt: „Wenn du an der RSN gut aufpasst, hast du alles, was du zum Thema Handstickerei wissen musst, in deinem Gepäck. Darauf kannst du alles aufbauen“. Wie recht sie hatte!
Schon während der Ausbildung hatte BIZ sich entschlossen, es auch den Menschen, die keine Möglichkeit hatten oder nicht so verrückt wie BIZ sind, dieses Wissen in Deutschland weiter zu geben. Mit der von BIZ gegründeten International School for Textile Arts trägt sie viel dazu bei, den Handwerkskunst-Aspekt der Stickerei wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Alle, die die Möglichkeit genutzt haben, die Schule bei Ausstellungen oder Veranstaltungen zu besuchen oder den Mut hatten, einfach ins unbekannte Metier einzutauchen und einen Kurs zu buchen, sind so erstaunt über die Vielfältigkeit der textilen Oberflächengestaltung im Stickbereich, wie BIZ es bei ihrem ersten Besuch in der Royal School of Needlework war. Und wie erfreut ist man erst, wenn man erkennen lernt, dass sich uralte Techniken wunderbar unseren modernen Vorstellungen von Schönheit und Ästhetik anpassen lassen. Egal ob man nun lieber abstrakt oder lieber gegenständlich arbeitet.

Gerade junge Menschen will BIZ ermutigen, in diesem viel zu wenig beachteten Bereich viel zu lernen und sich damit vielleicht sogar eine berufliche Chance zu „er-sticken“. Um dies möglichst vielen zu ermöglichen, entwickelt BIZ seit 1998 Unterlagen für Fernkurse und hat damit weltweit schon vielen Sticker*innen den Weg zu ihrer eigenen Kreativität gezeigt. Dieser Weg ist nicht einfach und verlangt schon eine gehörige Portion Idealismus, Durchhaltevermögen und Frechheit im positivsten Sinne – dafür ist er auch sehr lohnend. Nicht unbedingt aus materieller Sicht…aber Sticken ist nicht nur ein Zeitvertreib, Sticken ist wie Meditation. Ein Kursteilnehmer (kein Schreibfehler: es war wirklich ein Mann!) hat es einmal auf den Punkt gebracht: „Sticken ist etwas sinnlos Schönes“ – danke für diesen wunderbaren Satz!

Und der Bedarf an Schönem, nicht materiell Messbarem ist gerade in unserer heutigen, in vielen Aspekten nicht einfachen Zeit, enorm gross und es ist wichtig, diesen Bedarf zu decken. Lasst Euch vom netten Virus kreatives Sticken inspirieren und infizieren – Ihr werdet es nie bereuen!

Neben der Schule gibt es noch den Bereich der inzwischen weltweit berühmten Painters Threads, die ebenfalls durch BIZ‘ Kreativität entstanden ist. Garne, Stoffe, Tüdelkram, nichts ist vor der Färbefreude von BIZ sicher. Sie hat eine ganz spezielle Technik zum Bemalen von textilen Materialien entwickelt, die jedes Produkt ein Unikat sein lassen und ein ganz neues Farbgefühl bei textilen Projekten entstehen lassen. Inzwischen ist die Kollektion auf der ganzen Welt aus vielen Geschäften, Workshops und Veröffentlichungen nicht mehr weg zu denken.

Durch das breite Spektrum der Kollektion hat BIZ es auch zu einer Quelle für ihre Kursteilnehmer werden lassen, aus der sie die Vielfalt der heute zwar verfügbaren, aber oft schwer zu findenden Materialien schöpfen können.
BIZ freut sich darauf, viele von euch “positiv infizieren” zu können, auf dass es bald mehr Ver-rückte als Miesepeter gibt.

Geschichte-BIZ-hexenkuechenjob

In diesem Sinne – bis bald!

In eigener Sache – WIR suchen DICH

Du liebst Farben und arbeitest gerne mit textilen Materialien. Dich fasziniert die Vielfalt, die du hier auf dieser Seite findest und es reizt dich, diese mitzugestalten. Du hast schon immer nach einer Chance gesucht, dein Hobby mit deiner beruflichen Arbeit zu verbinden. Dann bist du hier genau richtig! Der Klick auf den Button führt dich auf den Weg zu dem, was du schon immer gesucht hast. 

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